Heuer schaufelte ein Hoch nach dem anderen heiße Luft aus Spanien nach Mitteleuropa und sorgte somit für anhaltend schöne Sommertage mit Temperaturen jenseits der 30 Grad. Aufgrund dieser stabilen Verhältnisse fiel die Entscheidung leicht, das Sonnwendfest vorbehaltlos in der Grünanlage zu veranstalten, also schon mal eine Sorge weniger. Demzufolge war auch das Aufbauteam hoch motiviert und ging mit großem Elan ans Werk, vielleicht auch, weil der Beginn des Aufbaus auf 8:00 Uhr vorgezogen wurde und die Temperaturen um diese Uhrzeit noch erträglich waren. Die vielen Helfer waren Garant dafür, dass der Aufbau zügig vonstatten ging und bereits zur Mittagszeit abgeschlossen werden konnte. Jetzt blieb nur noch die Frage offen, ob die Vorbereitungen auch durch die Menge an Besuchern belohnt würden.
Wie üblich war im Vorfeld ordentlich Werbung für die Veranstaltung gemacht worden. Dazu wurden alle uns zur Verfügung stehenden Mittel – sei es in digitaler oder optischer Form – eingesetzt. Mit großem Erfolg, wie sich am hohen Besucheraufkommen zeigte. Das ist sicherlich nicht nur auf die reine Information zurückzuführen, sondern die Gäste kommen mittlerweile, weil sie das gute Preis-/Leistungsverhältnis der angebotenen Speisen und Getränke beim Tennisclub zu schätzen wissen. Insbesondere die liebevoll hergerichteten Brotzeitbrettln und die qualitätiv hochwertigen Weine sind das Markenzeichen des Sonnwendfestes und nicht mehr wegzudenken.
Bei aller Euphorie gab es trotzdem einen Wermutstropfen. Aufgrund der großen Trockenheit waren alle Feuerwehren im Landkreis Mühldorf in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden und so konnte uns die Feuerwehr Schwindegg leider keine Sicherungswache zur Verfügung stellen. Das Risiko, durch Funkenflug die Umgebung in Brand zu setzen, war uns unter diesen Umständen einfach zu groß und deshalb wurde darauf verzichtet, unser geliebtes Sonnwendfeuer abzubrennen. Um den Abend nicht ganz ohne lodernden Feuerschein verbringen zu müssen, wurde eine Feuerschale mit Holz bestückt und angezündet. Aber – zugegebenermaßen – war das nur ein kleiner Trost und somit hielt sich das Interesse am kleinen Feuer, von den Kindern mal abgesehen, auch in Grenzen.
Der Großteil des Publikums blieb also an den Tischen sitzen und ließ es sich bei italienischen Klängen und gekühlten Getränken gut gehen. Zum Verwöhnprogramm trug sicherlich auch das stimmungsvolle Ambiente unter den Bäumen und den Lichterketten bei und natürlich die zum späteren Zeitpunkt sehr angenehmen Temperaturen. Erst gegen Mitternacht war eine gewisse Aufbruchstimmung zu erkennen und dann leerte sich das Gelände doch schneller als erwartet.
Aber halt – das war noch nicht das Ende! Eine kleine Gruppe mochte noch nicht nach Hause gehen und wartete, bis Partymusik aus den Lautsprechern ertönte. Im Nu verwandelte sich die Rasenfläche in eine Tanzfläche. Aktuelle Hits, aber auch die guten alten Oldies, sorgten für eine ausgelassene Stimmung, die erst gegen 3:30 Uhr ihr Ende fand.
Trotz des ausgefallenen Sonnwendfeuers war das Fest als solches wieder bestens organisiert und hat sowohl unsere Erwartungen als auch die der Besucher voll erfüllt. Das Ergebnis motiviert uns, die Veranstaltung weiterhin in dieser Form durchzuführen und das Zusammenkommen der Schwindegger Bürger zu fördern. Wir bedanken uns bei allen Gästen und wer nicht dabei war, sollte sich die Veranstaltung für nächstes Jahr vormerken.
Der Vorstand
